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Teilvorhaben des IAO, Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)

Entwicklung von Methoden zur Steigerung der Innovationsfähigkeit unter Berücksichtigung demografischer Potenziale - EMSIg

Das Fraunhofer IAO beschäftigt sich seit geraumer Zeit sowohl mit dem Einfluss des demografischen Wandels auf die Arbeitswelt als auch mit den vielfältigen Facetten des Innovationsmanagements. Bislang sind beide Themenfelder jedoch nur in Ansätzen miteinander verknüpft worden. Während das Management demografischen Wandels sich prioritär den Unternehmensbereichen zugewandt hat, in denen der Einfluss einer älter werdenden Belegschaft unmittelbaren Handlungsbedarf erwarten ließ (bspw. bei physisch anspruchsvollen Aktivitäten in der Produktion), sind andere Funktionsbereiche weniger adressiert worden, u.a. der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) sowie das Innovationsmanagement. Gerade die Phasen der Produktentstehung besitzen jedoch ihre spezifischen Herausforderungen: Zunächst lässt sich bei der Produktentwicklung die Leistungsfähigkeit nicht so leicht erfassen lässt wie in anderen Bereichen, etwa der Produktion. Es gibt keine „Taktzeiten“, sondern überwiegend Projektarbeit. Das Produkt der F&E ist im Wesentlichen „Wissen“ (z.T. manifestiert in technischen Zeichnungen, Patenten o.ä.), als solches erheblich schwieriger zu bewerten als ein Sachprodukt. Hinzu kommt, dass der Erfolg guter Innovationsarbeit meist erst mit jahrelanger Verzögerung sichtbar wird, nämlich zu dem Zeitpunkt, an welchem der Markt die neuen Leistungen annimmt. Dementsprechend schwierig ist es letztendlich, demografische Gründe dem Erfolg bzw. Misserfolg von Innovationen zuzuordnen.

Deshalb liegt das übergeordnete Ziel im Teilvorhaben EMSIg zunächst in der konzeptionellen Verknüpfung des Konstrukts Innovationsfähigkeit mit dem Phänomen des demografischen Wandels. Dies geschieht zum einen durch die Analyse und Ergänzung bestehender Instrumente zur Messung und Bewertung betrieblicher Innovationspotenziale (bspw. Innoscore, CWA) im Hinblick auf demografische Aspekte. Zum anderen werden im Rahmen des Verbundprojekts geeignete Maßnahmen zur Förderung der Innovationsfähigkeit unter Nutzung demografischer Faktoren identifiziert und einzelnen Handlungsfeldern der Innovationsfähigkeit zugeordnet.