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Verbundprojekt

Das Projekt DOMINNO fokussiert auf die ganzheitlich-differenzielle Analyse betriebsspezifischer (Belegschafts-)Strukturen, um daraus adaptive, demografieorientierte Konzepte zur Förderung von Innovationspotenzialen abzuleiten. Diese erweitern das betriebliche Innovationsmanagement.

Zielsetzung des Verbundprojekts DOMINNO ist die Entwicklung und Etablierung nachhaltiger demografieorientierter Konzepte jenseits einer kurzfristig greifenden „Verjüngungsstrategie“, die in einem ganzheitlichen Sinne von den betriebsspezifischen Konstellationen der organisationalen (Teil-)Systeme (Projektteams, Abteilungen, Gesamtorganisation) ausgehen und dabei neben der demografischen Struktur (Alter, Geschlecht) und den individuellen Erwerbsbiografien relevante psychologische Variablen (Einstellungen, Selbst- und Fremdwahrnehmung des Alters, vertrauensrelevante Erwartungsstrukturen), organisationskulturelle Aspekte der Generationengerechtigkeit und Parameter der Innovationsfähigkeit integrieren.

Zunächst wird daher ermittelt, welche spezifischen Konstellationen der (Teil-)Systeme mit Innovationspotenzialen korrelieren. Über die Sicht auf die individuellen Antezedenzien hinaus werden auf der Interaktionsebene soziale und kollektive Strukturen erfasst, dementsprechend wird das kalendarische Alter der Mitarbeiter(innen) um das soziale bzw. kollektive Alter der betreffenden (Teil-)Belegschaft ergänzt. Das soziale Alter bezieht sich dabei auf das in der Organisation gelebte und sozialisierte Alter, das kollektive Alter bildet das in der Organisation geteilte Konstrukt des demografiebezogenen Status ab. Ein (Teil-)System lässt sich über verschiedene disparate Gruppierungen (Cluster) mit intergruppaler Varianz beschreiben, diese Konstellation ist zunächst spezifisch für die untersuchte Betriebseinheit, also für ein Team, eine Abteilung oder ein gesamtes Unternehmen. Vor dem Hintergrund dieser betriebsspezifischen Konstellationen organisationaler (Teil-)Systeme werden die bestehenden Interaktionskontexte mit ihren Innovationspotenzialen untersucht. Somit lässt sich der grundlegenden Frage nachgehen, inwieweit die demografische Entwicklung als ein betriebliches Risiko sozial tatsächlich wahrgenommen wird und welche Konfliktpotenziale diese Entwicklung in der Perspektive der sozialen Generationengerechtigkeit birgt. In diesem Zusammenhang kommt dem Vertrauensphänomen als psychologischem und sozialem Mechanismus zur Risikominimierung und Konfliktbearbeitung eine fundamentale Bedeutung zu.